Themenplanung für Social Media: wie ich Dich bei der Contententwicklung unterstütze

Februar 23, 2022
Themenplanung für Social Media

Wenn ich mit meinen Kund*innen an der Social-Media-Strategie arbeite, dann ist die Themenplanung immer ein wesentlicher Bestandteil der Zusammenarbeit. In diesem Jahr habe ich die Übungen aus den Workshops so weiterentwickelt, dass am Ende ein Content Gerüst steht. Es hilft Dir Dich einfacher zu strukturieren. Wie Du dir ein solches Content Gerüst zur Themenplanung baust, erkläre Dir in diesem Beitrag.

Zuerst solltest Du mit einem Brainstorming starten, dann clusterst du Deine Themen in vorher festgelegte Bereiche und schaust Dir anschließend an wie schnell oder aufwendig Du entsprechende Inhalte produzieren kannst. Das heißt zum Schluss kreierst du aus den Themen Formate.

1. Brainstorming für die Themenplanung

Mach Dich zunächst einmal ganz frei, nimm Dir ein paar Minuten oder auch einmal Stunde Zeit, befrage Kolleg*innen oder hol Sie dir dazu. Die Themenplanung für Social Media ist kein einmaliges Geschehen: je besser du weißt, was funktioniert, desto öfter fallen Dir Ideen ganz zufällig ein.

Um Dich beim Brainstorming ein wenig zu unterstützen, frage Dich folgendes:

Was sind Geschichten, die das Unternehmen, für das Du arbeitest, ausmachen? Wie lautet die Gründungsstory? Was wird wie produziert? Dasselbe gilt für den Dienstleistungs- oder Entwicklungssektor.

Gibt es etwas, dass Dein Unternehmen ausmacht? Werden besondere Events organisiert, spendet Euer Unternehmen für wohltätige Zwecke oder unterstützt andere Projekte? Wird der Klimaschutz großgeschrieben und wie sieht es mit der Nachhaltigkeit aus (Produktion, Kundenbindung, Lieferung, Produktionsabfälle)? Notiere Dir all Deine Antworten.

Brainstorming Fragen für die Themenplanung

Ganz wichtig ist es auch den Vertrieb oder den Kundenservice ins Boot zu holen.

Bei Workshops für Social Media sollten Vertrieb und Kundeservice grundsätzlich dazugeholt werden!

Welche Fragen tauchen dort immer wieder auf? Gibt es Probleme beim Bestellprozess, wo liegen diese? Welche Ideen haben die Kolleg*innen Eure Kund*innen bei der Auswahl von Produkten zu unterstützen? Haben Kund*innen vielleicht auch Probleme bei der Nutzung eines Produkts? Bedarf es einer Erklärung?

Darüber hinaus kannst Du Dir notieren welche saisonalen Themen Dein Unternehmen betreffen, welche lustigen Fakten erzählt werden können oder Du stellst die Mitarbeitenden bzw. Partner des Unternehmens vor.

Wenn Du schon etwas länger im Social-Media-Geschäft bist, dann überlegst Du direkt welche Formate oder Funktionen Deiner Kanäle passen könnten. Das kann Dir helfen, dich aber auch bremsen. Versuche Dich also davon frei zu machen.

2. Clustere Deine Themen

Anfangs habe ich in Workshops mit drei Cluster gearbeitet: EMOTIONAL, SAISONAL, RELEVANT/INFORMATIV. Diese Cluster funktionieren per se noch. Aber sie führen mir nicht mehr weit genug. Für die Themenplanung ist es wichtig auf die Leute zu achten, die Deine Inhalte konsumieren. Die meisten Nutzer*innen von sozialen Netzwerken wollen bespaßt und inspiriert werden.  Also bediene ich mich nun diesen vier Cluster:

  1. UNTERHALTEN
  2. INSPIRIEREN
  3. ERKLÄREN
  4. VERKAUFEN/PROMOTEN

Die Reihenfolge ist hier entscheidend! Erklärst Du zu viel, wird es Deinen Followern schnell langweilig. Bringst Du nur verkaufende Inhalte, springen sie dir ab. Es braucht also ganz viel unterhaltsamen Content, dann natürlich auch inspirierende Inhalte und erst dahinter erklärende und verkaufende Inhalte.

Ordne nun deine gefundenen Themen aus dem Brainstorming diesen Cluster zu. Vielleicht hilft Dir dabei eine Tabelle?

3. Inhalte evaluieren und Formate entwickeln

Nun geht es in die kreative Arbeit bei der Themenplanung.

Aber zunächst solltest Du mit Deinen Kolleg*innen aus der Grafik oder Deiner Agentur überlegen welche konkreten Inhalte schon vorhanden sind. Hiermit sind Bilder, Videos und Grafiken gemeint. Passt alles zum Corporate Design und Branding? Welche Interviews müssen noch geführt, welche Videos produziert und welche Inhalte mit dem Logo versehen werden? Für erfolgreiche Social-Media-Posts, achte auf die Größen und Formate.

Nutze Farben, um zu bewerten wie schnell du Inhalte aus den entsprechenden Themen produzieren kannst (ähnlich einer Ampel). Mit Inhalten, die Du bereits vorliegen hast, kannst Du direkt starten und schon morgen den ersten Post veröffentlichen. 🙂

Generell ist es nach der Clusterung zu überlegen welche Deiner Themen Du wie umsetzen möchtest. Wenn Du ein Blog hast, dann ist es sinnvoll diesen als Content-Ausgangspunkt zu nutzen. Das heißt, du beleuchtest hier ein Thema im Detail: zum Beispiel ein How-to, die Unternehmensstory, veröffentlichst ein Gründer*inneninterview oder eine Produkterklärung. Aus dem Blogbeitrag entwickelst Du dann Content-Häppchen für die sozialen Netzwerke. So lassen sich aus einem Blogbeitrag ganz leicht drei oder vier Posts für Deine Kanäle kreieren.

Formate an Deine Zielgruppe anpassen

Bedenke aber auch hier, was bei Deiner Zielgruppe besser funktioniert. Wenn Du weißt, dass Deine Zielgruppe Videocontent nicht favorisiert, dann brauchst Du nicht jeden Tag ein Reel zu veröffentlichen. Dann solltest Du andere Formate bedienen:

  • arbeite mit Carousselposts
  • oder nutze den Link-Sticker in Stories mit einem schönen Hintergrund.
  • Auf Facebook kannst Du mit vier Bildern eine kleine Story erzählen und sorgst für einen Eyecatcher.
  • Bei Twitter funktioniert vielleicht ein Text-Tweet angereichert mit einem GIF.

Beachte bei der Kreation von Inhalten und Formaten also darauf, was die Zielgruppe Deines Unternehmens mit den von Dir geteilten Inhalten interagieren lässt.

Wenn Du nun einen Redaktionsplan erstellst, dann achte beim Planen und Erstellen von Social-Media-Posts auf eine sinnvolle Verteilung von unterhaltenden, inspirierenden, erklärenden und verkaufenden Inhalten.

Demnächst werde ich einen Online-Kurs anbieten, der genau diese Vorgehensweise beinhaltet. Ich unterstütze Dich also in einem vier-Wochen-Programm dabei ein Content-Gerüst zu entwickeln, sodass Du einfacher einen Redaktionsplan erstellen und Content posten kannst. Wenn Dich das interessiert, dann folge mir gerne auf Instagram

Von Anna Hübner

Mein Herz schlägt für gute Geschichten, ob ich sie selbst beim Reisen erlebe oder sie zusammen mit meinen Kunden finde und erzähle, ist dabei ganz egal!

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